Profil

Büro Fischer Architekten AG

Architekturbüro, Fischer Architekten AG

Als Architekten tragen wir die Verantwortung für das Fortschreiben unserer baukulturellen Geschichte und für die Ausformulierung der gebauten Umwelt, in der wir leben. Wir sind ein ausführendes Architekturbüro im klassischen Sinne, welches von der städtebaulichen Studie und dem Architekturwettbewerb über alle planerischen Leistungen bis hin zur Realisierung sämtliches Wissen auf sich vereint. Wir stellen die Vernetzung dieser Fachkenntnisse in den Dienst des gebauten Objektes und des damit geschaffenen Lebensraumes.

In deren Entwicklung gehen wir nicht von vorgefassten Ideen aus, sondern versuchen gemeinsam mit den Bauträgern stets die Einzigartigkeit einer jeden Aufgabe herauszuschälen und diese in einem breiten physischen, soziokulturellen und ökologischen Kontext zu verankern. Was uns antreibt, ist der Wille, Gebäude und Orte von bleibendem Wert zu schaffen, welche in dem unmittelbaren urbanen Gefüge einen räumlichen, gestalterischen oder sozialen Mehrwert bewirken. Wir verpflichten uns, bei jedem unserer Projekte höchste Massstäbe an eine nachhaltige Gestaltung zu legen – durch Einfachheit, Wiederverwendbarkeit, Dauerhaftigkeit, Anpassungsfähigkeit und technische Innovation müssen wir proaktiv daran arbeiten, die ökologischen Auswirkungen und den Ressourcenaufwand von Bau und Betrieb zu verbessern.

Wir unterstützen und pflegen den Architekturwettbewerb als Garanten unserer Baukultur und Stimulator unseres eigenen Reflektierens und Schaffens. Wir sind Treuhänder unserer Auftraggeber, aber auch den Benutzern unserer Bauwerke sowie der Öffentlichkeit verpflichtet. Entwerfen heisst für uns aufgrund dieser breiten Verantwortung stetes Suchen und Verhandeln; es ist ein mäandrierender und iterativer Prozess, und wir schätzen unsere Auftraggeber und Partner, die sich gemeinsam mit uns auf diesen erkenntnisreichen Weg begeben.

Wir sind stolz darauf, seit bald hundert Jahren rund fünfzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit sehr diversem Hintergrund zusammenzubringen. Es ist uns wichtig, eine inklusive, offene und transparente Atmosphäre im Studio zu leben, in der unsere prozessuale Entwurfsstrategie robuste Lösungen für eine ebenso offene und integrative Architektur zutage fördert.

Geschichte

1929–1960

SIM AG, Fischer Architekten AG
SIM AG, Zürich Albisrieden (1929)

Wilhelm Fischer, der Gründer des Architekturbüros, kam 1900 im aargauischen Dottikon zur Welt. Geprägt vom Schreinerbetrieb seines Vaters, absolvierte er eine Lehre als Hochbauzeichner und studierte anschliessend am Technikum in Burgdorf Architektur. In Büros in Deutschland und der Schweiz sammelte er erste Erfahrungen.

Mit dem Neubau des Fabrik- und Wohngebäudes SIM AG am Letzigraben in Zürich Albisrieden (1929) bot sich Wilhelm Fischer die Chance zum Wechsel in die Selbstständigkeit. Es folgten erste grössere Wohnüberbauungen, darunter die Wohnhäuser Speerstrasse in Zürich Wollishofen (1932) oder das als gemässigt modern geltende ehemalige Restaurant Morgenstern in Zürich Albisrieden (1935).

Beeinflusst durch die Bauten von Max E. Haefeli, erbaute Wilhelm Fischer das Haus Lagler in Uitikon (1957), ein Wohnhaus mit offenem Grundriss und der typischen Formensprache der Fünfzigerjahre. Wilhelm Fischer blieb dem Büro bis 1979 treu.

1960–2001

Primarschule Vogtsrain, Fischer Architekten AG
Primarschule Vogtsrain, Zürich Höngg (1966–1973)

1960 trat Wilhelms Sohn Eugen O. Fischer nach seinem Studium an der ETH Zürich und einer Assistenztätigkeit bei Professor Albert H. Steiner in das Architekturbüro ein und wandte sich erfolgreich dem Wettbewerbswesen zu. 

Seine Nähe zu damaligen architektonischen Vorbildern wie Walter M. Förderer, Roland Gross, Claude Paillard oder Ernst Gisel zeigte sich etwa beim ersten Preis im Wettbewerb um die Primarschule Vogtsrain in Zürich Höngg (1966–1973). Zu seinen weiteren Wettbewerbserfolgen zählen die Kirche St. Katharina in Zürich Affoltern (1967–1972), die eine Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich erhielt, oder das Schulhaus Büel B in Unterengstringen (1974).

Im Jahr 1967 trat Eugen Mannhart in das Büro ein, um den Aufbau des Projektmanagements und der Bauleitung zu unterstützen. Gemeinsam führten die beiden Partner die Firma zu weiteren Erfolgen und gewannen zum Beispiel den Wettbewerb für die Gartensiedlung Winzerhalde in Zürich Höngg (1978–1982), die ebenfalls eine Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich erhielt.

Nach Eugen O. Fischers Tod im Dezember 1999 trieb die Geschäftsleitung die von ihm angeregte Neuausrichtung von Fischer Architekten als Wettbewerbsbüro weiter voran.

2001–2023

Schulhaus Kreuzbühl, Fischer Architekten AG
Erweiterung Schulhaus Kreuzbühl, Zürich Riesbach (2011–2015)

Ab 1998 bearbeitete Christian Leuner für Fischer Architekten zunächst als freier Mitarbeiter mehrere Wettbewerbe, bevor er 2001 als Mehrheitsaktionär die Geschäftsführung übernahm. Beat Engeler, Ernst Breiter und Beat Eyer bildeten zusammen mit ihm die Geschäftsleitung.

Eine stattliche Anzahl an ersten Preisen – zum Beispiel für die Sanierung der Gebäude HPP und HPM2 auf dem Campus der ETH Hönggerberg (2006 und 2011), die Wohnsiedlung Hochbord in Dübendorf (2012) oder das Plusenergie-Quartier Aarerain in Ittigen (2016) – führte dazu, dass das Büro seine Akquisitionen bis heute mehrheitlich aus Wettbewerben und Studienaufträgen tätigen kann. Zu den weiteren wichtigen Bauten zählen die Erweiterung des Schulhauses Kreuzbühl in Zürich Riesbach (2011–2015) oder das Hochhaus Birmensdorferstrasse in Zürich Wiedikon (2015–2022).

Im Jahr 2017 trat Carol Gartmann als Betriebswirtin für den Bereich Finanzen und Personal in die Geschäftsleitung ein. Im Sinne der Vorbereitung des nächsten Generationenwechsels folgten 2020 Simon Edelmann und Mark van Kleef sowie 2022 Gian Müller. Der Rückzug von Christian Leuner aus dem operativen Geschäft im Frühjahr 2023 leitete die vierte Epoche von Fischer Architekten ein.

Ab 2023

Lerchenweg, Kloten, Fischer Architekten AG
Wohnsiedlung Lerchenweg, Kloten (2020–2027)

Seit Frühjahr 2023 bilden Simon Edelmann, Gian Müller, Mark van Kleef und Carol Gartmann die Geschäftsleitung und das Aktionariat von Fischer Architekten. Als Mitglieder der Geschäftsleitung haben sie in den Jahren zuvor bereits massgeblich zum Erfolg des Büros beigetragen und seine Kultur wesentlich mitgeprägt.

Simon Edelmann trat 2012 bei Fischer Architekten ein und gehört seit 2020 der Geschäftsleitung an. Er profilierte sich insbesondere im Wettbewerbswesen: Auf seiner Handschrift beruhen zum Beispiel die Umnutzung von Octavo II in Zürich Oerlikon (2018), die Erweiterung der LGT Vaduz (2019) oder die Wohnsiedlung Lerchenweg in Kloten (2020). Heute leitet er unter anderem das Entwurfsteam und ist Präsident des Verwaltungsrats.

Gian Müller ist seit 2013 bei Fischer Architekten tätig und seit 2022 Mitglied der Geschäftsleitung. Neben konstruktionsbezogenen Aufgaben in sämtlichen Teilphasen ist er für den Bereich BIM verantwortlich. Zu den Projekten, die er mit sicherer Hand leitete und abschloss, zählen unter anderen die Wohnsiedlung Hochbord in Dübendorf (2012–2017) oder das Wohn- und Gewerbehaus am Ziegeleiplatz in Winterthur Dättnau (2015–2021).

Mark van Kleef machte sich als Geschäftsführer des Schweizer Büros von Max Dudler Architekten einen Namen, das er aufbaute und zum Erfolg führte. 2020 trat er als Mitglied der Geschäftsleitung bei Fischer Architekten ein. Er widmet sich mehrheitlich der Ausführungsplanung – zum Beispiel der Wohnsiedlung Dietlimoos in Adliswil (2014–2025) oder der Genossenschaftssiedlung Lerchenhalde in Zürich Affoltern (2019–2026) – sowie der Generalplanung.

Carol Gartmann vervollständigt als eidgenössisch diplomierte Wirtschaftsprüferin die Geschäftsleitung. Sie ist verantwortlich für das Controlling auf Projekt- und Unternehmensebene, führt die Bereiche Finanzen und Personal und gewährleistet die Anwendung und Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements.

Die Geschäftsleitung hat sich in ihrer neuen Konstellation zum Ziel gesetzt, den Kunden die gewohnt hohe Planungsqualität und Baukompetenz zur Verfügung zu stellen, aber auch vermehrt nach Antworten auf aktuelle Herausforderungen wie Energieeffizienz, Ressourcenschonung und zirkuläres Bauen zu suchen. Mehrere erste Preise in grossen Wettbewerben – darunter die Entwicklung des Areals Schützenmatt in Emmen (2023) oder das Luzerner Kantonsspital in Sursee (2025) – und der erfolgreiche Abschluss einer Reihe von bedeutenden Projekten bestärken das Team in seinem Kurs.

Mitgliedschaften