Arealentwicklung Neugut, Rickenbach
Das Areal Neugut liegt am südlichen Ortseingang in der Kernzone der Zürcher Gemeinde Rickenbach. Den Auftakt zum Gelände – und zum Dorf – bildet das heutige Restaurant Wiesental, dessen Stellung, Volumen und Erscheinung ebenso wie die grosse Linde im Vorbereich beizubehalten waren. Ein schmaler Bachlauf trennt das Siedlungsgebiet vom offenen Feld.
Der Projektvorschlag für die Neubebauung des Areals gruppiert sieben Wohnhäuser um zwei Höfe, wobei ein bestehendes achtes Gebäude in diese Siedlungsfigur einbezogen wird. Die Fluchten der Neubauten orientieren sich zum einen an diesem Bestandsgebäude und am Haus Wiesental, das an gleicher Lage durch einen Neubau mit gewerblicher Erdgeschossnutzung ersetzt wird. Zum andern folgen sie der annähernd parallelen Ausrichtung des grössten Teils der Dorfbebauung.
Den nutzungsintensiven Höfen stehen Grünflächen gegenüber, die von Westen her in die Bebauungsstruktur eindringen und damit Landschafts- und Siedlungsraum miteinander verzahnen. Durch eine geschickte Anordnung der Tiefgarage bleibt der Grossteil des Grünraums ohne Unterbauung, was der Bepflanzung und dem Wasserkreislauf zugutekommt. Garagenzufahrt, Anlieferung und oberirdische Besucherparkplätze liegen konzentriert am Südrand des Perimeters, wo sich das Quartier vor dem Haus Wiesental mit einem Platz zum Strassenraum hin öffnet. Abgesehen davon ist das Areal dem Fussgänger- und Veloverkehr der Bewohner vorbehalten.
Ein breites Spektrum an grundsätzlich unterschiedlichen Wohnungen sorgt für eine durchmischte Bewohnerschaft. Die Mehrzahl der Einheiten bilden Geschosswohnungen mit klassisch und ökonomisch geschnittenen Wohnräumen auf einer Ebene. Grosszügigere Maisonettewohnungen, von denen die meisten einen direkten Gartenanstoss besitzen, richten sich vorwiegend an Familien.
Mit Ausnahme der Untergeschosse und der Treppenhäuser sind die Gebäude in Holzbauweise konzipiert. Die im Ausdruck leichte, dem Ort angemessene sowie energetisch und im CO2-Ausstoss nachhaltige Fassade besteht aus einem gedämmten Holzrahmenbau mit hinterlüfteter Holzverschalung. Die Fassaden sind durch Doppelstützen primär vertikal gegliedert, unterscheiden sich aber je nach Gebäudetyp und machen das innere Raumsystem ablesbar. Dadurch entsteht ein materiell harmonisches, aber in der Gliederung dennoch subtil differenziertes Bild, das die Siedlung belebt.
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